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Chronik der Abteilung Kegeln des ESV Lokomotive Zwickau e. V.

Als sich am 11. März 1947 circa 30 sportinteressierte Eisenbahner trafen und die Betriebssportgemeinschaft Reichsbahn gründeten, gehörte auch Emil Trautner dazu. Er war Kegler und somit wurde neben Fußball und Turnen das Kegeln als erste Sportgemeinschaft aus der Taufe gehoben. Erst Jahre später, als 1950 die Sportvereinigung Lokomotive entstand, wurde aus der Betriebssportgruppe Reichsbahn die Betriebssportgemeinschaft Lokomotive Zwickau.

Eine eigene Kegelbahn gab es noch nicht, da im 1936 erbauten Gebäude zum Ende des Zweiten Weltkrieges vier Umsiedlerfamilien eine vorübergehende Heimstatt fanden. Erst 1952 sind nach gründlichem Umbau und umfassender Renovierung wieder zwei Bahnen den Keglern zur Verfügung gestellt worden. Auf der 2-Bahnen-Anlage war nun der Trainings- und Spielbetrieb möglich.

Die Geschicke der Sektion, später dann Abteilung Kegeln leiteten bisher folgende Sportfreunde:

Arno Lindner, Rudi Schönherr, Manfred Tauber, Horst Näser, Andreas Naatz, Manfred Bergmann und Klaus Reul.

Verlass war in den vergangenen Jahren auf die Sportfreunde, die mit ihrem Einsatz viele Stunden an Eigenleistungen auf der und um die Kegelbahn herum erbrachten. Nur so war und ist es möglich, dass die Kegelsportstätte zu einem wahren Schmuckkästchen geworden ist. Das bestätigten die vielen Wettkampf- und Freizeitsportler, die in den vergangenen Jahren bei uns antraten.

Von 1958 an beteiligten sich zwei Männermannschaften und eine Frauenmannschaft am Wettspielbetrieb. Höhepunkt dieser Entwicklung war Anfang der sechziger Jahre, als es fünf Männer- und zwei Frauenmannschaften gab. Die Nachwuchsarbeit wurde 1970 intensiviert. Hier zeichnete sich besonders Adolf Lässig aus, der dann im weiteren von den Sportfreunden Näser und Dietrich unterstützt bzw. abgelöst wurde. Nach kurzer Stagnation widmete sich ab 1984 Manfred Tauber wieder der Gewinnung von Nachwuchskeglern. Einige von den damals ausgebildeten Sportlern sind heute noch in unseren Lok-Mannschaften Leistungsträger oder bei anderen höherklassigen Vereinen aktiv.

Von 1963 an spielte die 1. Männermannschaft in der Bezirksklasse, wurde mehrmals Staffelsieger, ohne jedoch den Aufstieg in die nächst höhere Klasse zu schaffen. Diese Ära war im Jahr 1996 zu Ende. Mit guten Leistungen wurde der Sprung in die Bezirksklasse wieder geschafft. Es ging in den Jahren auf und ab, bis sich fest etabliert wurde und im Jahr der Spielsaison 2014/15 mit dem Staffelsieg der Aufstieg in die 1. Bezirksklasse 120 Wurf gelang.

Eine der größten Herausforderungen für die Kegler war der große Umbau 1966. Mit hohem Aufwand wurden Mauern herausgebrochen, Fenster und Türen versetzt und der Eingang neu gestaltet. Es entstanden ein Umkleideraum, Waschmöglichkeiten und ordentliche Toiletten. Täglich waren damals zehn bis fünfzehn Mitglieder dabei, um die Arbeiten auszuführen. Durch den Trägerbetrieb – das RAW Zwickau – wurden die Maßnahmen großzügig unterstützt.

Weitere Großeinsätze waren z.B. das Aufbringen von neuem Asphalt. Von Freitag 17 Uhr bis Sonnabend früh 9 Uhr waren 12 Mitglieder rund um die Uhr dabei, heiße Teereimer zu schleppen, um den neuen Asphalt aufzuziehen. Aber auch bei anderen Arbeiten war auf die Mitglieder Verlass. Dazu gehört, als Anfang der 1990er Jahre die Kegelbahn eine Automatik bekam und nicht mehr von Hand aufgestellt werden musste. Der Asphalt wich dem Kunststoff und immer waren dazu immense Arbeiten notwendig. Tausende Stunden leisteten die Sportfreunde dafür, um „ihre“ Sportstätte als das zu erhalten, was ihren Sinn ausmacht, Begegnungsort für Sport treiben, Geselligkeit und Kraft tanken zu sein. Dafür werden Arbeitseinsätze durchgeführt, Verschönerungen vorgenommen und alles zur umfassenden  Erhaltung getan.

Nach fast 25 Jahren gab die schon damals 1991 beim Einbau nicht mehr "taufrische" Spieth-Automatik Ende 2014 ihren Dienst auf. Um den Wettspielbetrieb aufrecht zu erhalten, musste schnell gehandelt werden. Deshalb wurde Mitte Januar 2015 die alte Automatik, die bestimmt schon über 40 Jahre auf dem Buckel hatte, durch Mitglieder der Abteilung ausgebaut und von der Firma Möckel eine Schmid-Automatik installiert. Somit war das Wettkampfjahr auf unseren Bahnen gerettet und durch Einsatz des Vorstandes des ESV Lokomotive Zwickau e.V. wurde die Kegelsportstätte am Leben erhalten.

Damit ist auch die Grundlage vorhanden, um weiterhin die vielen erfolgreichen Spielserien fortzusetzen, auf die die Kegler unserer Mannschaften verweisen können. Im Bezirk und im Kreis künden die guten Ergebnisse vom Leistungsstand der Sportler unserer Abteilung Kegeln. So ist es auch nicht verwunderlich, dass es viele Einladungen zu Vergleichskämpfen oder überregionale Wettbewerbe bzw. in Auswahlmannschaften gibt.

In der Spielsaison 2015/16 tritt die 1. Mannschaft in der 1. Bezirksklasse 120 Wurf an. Die 2. Mannschaft in der Kreisliga der Spielunion Werdau/Zwickau, in die auch weibliche Spielerinnen integriert sind, da ihre Anzahl für eine reine Frauenmannschaft nicht ausreicht. 

 

 

 

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