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Was Im Radfahrverein „Pleißental Stenn“ mit dem Reigenfahren im Jahre 1912 begann, wurde durch Johannes Bohmann und Walter Bock 1947 mit dem Kunstradfahren wieder aufgebaut. Über die Stationen Kesselbau Neumark 1950 und eine eigene Sportgemeinschaft in Stenn 1951 kamen die Sportler 1954 zum ESV Lokomotive Zwickau. Damit kam der große Umschwung, denn vorher mussten die privaten Mittel herhalten, um vorwärtszukommen.

Der ESV Lokomotive Zwickau erklärte sich bereit, die betriebsame, aber ohne finanzielle Unterstützung in der Entwicklung gehemmte Sektion mit allen ´m, auch den bereits vorhandenen Schulden zu übernehmen. In kurzer Zeit verdoppelte sich der Materialbestand und die Mitgliederzahlen. Viele junge Menschen fanden den Weg zum Kunstradfahren in Stenns neu hergerichteter Übungshalle. Deshalb konnte man auch schon vor dem Krieg zur Tradition gewordene Mannschaftsfahren fortsetzen. Bald waren wieder 4-er und 6-er Mannschaften gebildet, die regelmäßig im ehemaligen „Luckners Gasthof“ trainierten, der auch schon früher das Domizil der Radfahrer war. Aber auch im Einer- und Zweierkunstradfahren begann man sich auf erste Vergleiche und Wettkämpfe vorzubereiten.

Einen großen Anteil am Aufbau und Aufschwung des Kunstradfahrens hatte Dieter Unger. Selbst gebürtiger Stenner und seit 1945 dem Kunstradfahren verschrieben, war er es, der die Entwicklung des Kunstradfahrens prägte, egal, ob als Aktiver, Trainer oder Kampfrichter.

Gemeinsam mit seinen fünf Sportfreunden erkämpfte Dieter Unger den 1. DDR-Meistertitel im 6er-Kunstradfahren Klasse A im Jahre 1958. Dieser Erfolg und die großzügige Unterstützung durch den Verein brachten einen großen Aufschwung für die Stenner Kunstradfahrer mit sich. Über viele Jahre zählten sie zu den Besten im Mannschaftsfahren. Es wurden 25 DDR-Meistertitel im 4er- und 6er-Mannschaftsfahren errungen.

Schon immer wurde großes Augenmerk auf die Nachwuchsarbeit gerichtet. So konnte man Ende der 1970er Jahre und auch in den 1980er Jahren in dieser Disziplin stolze Erfolge verbuchen. Neben Siegen bei Kreis-und Bezirksmeisterschaften wurden auch 7 DDR-Meistertitel im Zweierkunstfahren der Schüler und Jugendlichen erkämpft.

Mit der Wiedervereinigung kam auch die der Radsportverbände. Gerade bei den Kunstradfahrern wurde der Leistungsunterschied drastisch sichtbar, und die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften rückte erst einmal in weite Ferne. Diese Tatsache bedeutete, den Kopf nicht in den Sand zu stecken, sondern war Ansporn, durch intensive Trainingsarbeit den Rückstand aufzuholen. Neues Radmaterial wurde beschafft, wobei es vorbildliche Unterstützung durch den Verein, den LSB und den SRB gab. In vier Trainingsgruppen mit fünf ausgebildeten Trainern wurde sich vorbereitet. Die Stärken lagen nun im 1er- und 2er-Kunstfahren. Aber auch im Mannschaftsfahren nahmen die Sportler an verschiedenen Wettkämpfen teil. 28 Bezirksmeister, 11 Landesmeister und 13 Ostdeutsche Meister künden von der erfolgreichen Arbeit nach der politischen Wende. Durch die guten Leistungen wurden Sabine Arnold, Heidi Ehrig, Corinna Klaus und Susann Schubert, Christoph Trommer, Anja Möckel und Janine Strümpkes in den D/E-Kader es Landesleistungsstützpunktes Sachsen in Glauchau berufen. Außerdem wurde dem Verein seit 1994 der Status Talentstützpunkt im Hallenradsport zuerkannt. Diese Ergebnisse und die Nominierung sind der schönste Lohn für jahrelangen Trainingsfleiß und die vielen ehrenamtlichen Stunden der Trainer und Übungsleiter.

Gruppenfoto 2012

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